Doppelcarport Heidelberg XL, ca.B600xT900 cm

Carport: Das deutsche Baurecht

Ein Carport ist relativ unkompliziert und schnell errichtet. Plant man aber ein Carport zu errichten, sollte man auf Nummer sicher gehen, um Stress und unnötige Kosten zu vermeiden und einen Blick in die Bauordnung werfen, die in Ihrem Bundesland gilt.

Vor dem Bau eines Carports, sollten Sie sich unbedingt die Bauordnung Ihres Bundesland ansehen, denn das Carport bzw. eine Carportanlage, sind immer eine bauliche Anlage. Unabhängig, ob es sich um ein Carport aus Stahl oder Holz handelt. Ebenso spielt es keine Rolle, ob das Carport für ein oder zwei Autos handelt und ob diese über ein Terrassen- oder Satteldach verfügen. Da es sich bei dem Carport um eine bauliche Anlage handelt, sollten Sie sich von Ihren Nachbarn eine schriftliche Einverständniserklärung unterschreiben lassen. .Nicht, das ganz plötzlich das Bauamt vor Ihrer Tür steht.

Das Carport und das Baurecht – Allgemeinwissen

Wie bereits erwähnt, ordnet der deutsche Gesetzgeber Carportanlagen und Carports den baulichen Anlagen zu. Gerade die Bauordnung ist aber Sache der Länder. Aus diesem Grund können sich die Vorschriften der Länderbauordnungen von Bundesland zu Bundesland deutlich unterscheiden. Aus diesem Grund ist es vor dem Bau des Carports wichtig, dass Sie sich auch wirklich über alle baurechtlichen Aspekte informieren. Schließlich soll der Worst-Case nicht eintreten, dass nach dem unerwarteten Besuch des Bauordnungsamtes das frisch errichtete Carport wieder abgerissen werden muss.

Wie läuft das Baurecht-Verfahren ab?

Vor dem Bau müssen Sie nicht die komplette Bauordnung studieren. Es reicht, wenn Sie die aktuelle Bauordnung lesen. Dabei werden Sie sicherlich überrascht über die eine oder andere Änderung im Baurecht fallen. Aber eben diese Änderungen sind nicht negativ, denn zum Beispiel wurden in einigen Landesbauordnungen die Carportanlagen und Carports von der Pflicht des Bauantrag freigestellt. Suchen Sie selbst nach dem entsprechenden Gesetzestitel, müssen Sie unter der Rubrik Garagen und Garage nachlesen. Dort ist genau aufgeschlüsselt, ob Sie für Ihr Carport eine Baugenehmigung benötigen oder nicht. Unkomplizierter können Sie sich informieren, wenn Sie Ihr zuständiges Bauamt anrufen. Der für Ihr Gebiet zuständige Sachbearbeiter hilft Ihnen garantiert weiter.

Das Thema „Genehmigungsverfahren für das Carport“ ist erledigt und jetzt?

Auch, wenn Sie Ihr Carport ohne Baugenehmigung bauen dürfen, sollten Sie nicht vergessen, dass ein missgünstiger Nachbar extreme Probleme mit sich bringen kann. Aus diesem Grund, sollten Sie sich von allen Ihren Nachbarn eine schriftliche Einverständniserklärung unterschreiben lassen. Bei dem Bau Ihres Carports, müssen bzw. sollten Sie auch ohne Baugenehmigung alle vorgegebenen Mindestgrenzen zum Nachbargrundstück einhalten. Falls doch ein förmlicher Bauantrag für Ihr Carport nötig ist, wird es kompliziert, denn dies ist als Privatperson nicht einfach so möglich.

Kostensparendere und wesentlich unkomplizierter ist das Thema „Bauantrag“ in dem Sie die Montagefirma oder den Carporthersteller beauftragen, die formellen Sachverhalte gleich mit abzuklären.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine juristisch bindende Beratung dar. Bitte erfragen Sie konkrete Sachverhalte grundsätzlich bei qualifizierten Fachanwälten.