Carport München 1 mit Flachdach, ca. B. 340xT. 570 cm

Das Carport

Der PKW-Stellplatz – die Alternative zur traditionellen Garage aus Stein

Will man ein Carport selber aufstellen, müssen die Konstruktion, die Verankerung im Boden und die Statik spezielle Anforderungen für eine sichere Nutzung erfüllen. Die einfachste Verankerung im Boden wäre zum Beispiel das Einlassen der Pfostenträger in Beton. Für die in der Regel kleinen und vor allem leichten Carports ist diese Art der Befestigung völlig ausreichend. Wollen Sie aber ein massiveres und stabileres Carport aufbauen ist ein Beton-Fundament unerlässlich. Welches Beton-Fundament sinnvoller ist, ob eine Fundamentplatte, Streifen- oder Punktfundament hängt von der Art des Carports ab.

Das Carport – welche Bodenverankerungen gibt es?

Der Pfostenträger: Wie wird der Pfostenträger des Carports einbetoniert?

  1. Für die Befestigung des Carports benötigt man Fertigbeton, den man mit Wasser selber anrühren kann. Auch Pfostenträger müssen gekauft werden. Diese sollten unbedingt zur Holzpfostengröße des Carports passen. Jetzt können Sie die Fläche für das Carport abgrenzen. Diese muss unbedingt geebnet werden.
  1. An den Längsseiten der abgegrenzten Fläche müssen jetzt für jeden Pfostenträger ein Loch ausgehoben werden. Die Löcher müssen 50cm breit und tief sein. In der Regel sind drei Pfostenträger für ein Carport für ein oder zwei Autos ausreichend. Wie das aber bei Ihrem gekauften Carport Bausatz aussieht, können Sie in der dazu gehörigen Bauanleitung bzw. der Statik-Berechnung nachlesen.
  1. Jetzt werden die Pfostenträger in den Löchern genau waagrecht positioniert und mittels Wasserwage ausgerichtet. Sind die Pfostenträger wirklich gerade werden sie fixiert. Jetzt kann die Beton-Mischung angerührt werden. Die Mischung wird jetzt in die Löcher gegossen, bis der Beton das Loch abschließt. Sollten während des Betongießens die Pfostenträger versehentlich verschoben worden sein, müssen diese erneut ausgerichtet und fixiert werden. Nach dem der Beton ausgehärtet ist, können auch die Pfostenträger belastet werden. Das heißt, die Montage der Holzpfosten des Carports kann beginnen.
Das Punktfundament Wie wird das Punktfundament für ein Carport erstellt?

  1. Für die Erstellung des Punktfundaments wird ein Loch im Boden mindestens achtzig Zentimeter tief gegraben und muss über eine Fläche von Vierzig mal Vierzig Zentimetern verfügen. Anschließend muss eine Verschalung der Öffnung mit Holzbrettern erfolgen. Danach können die Löcher mit gut sechzig Zentimetern Beton aufgefüllt werden.
  1. Nun wird ein Styropor-Klotz eingesetzt, der als Platzhalter dient, damit eine Öffnung für die später einzusetzende Stahl-Konsole bestehend bleibt. Anschließend wird der Beton bis zur Oberfläche des Bodens aufgegossen. Lassen jetzt den Beton aushärten. Wie lange das dauert, steht auf der Packung des Betons und kann sich von Hersteller zu Hersteller unterscheiden. Nach gut sieben Tagen, wird der Styropor Klotz entfernt und die Stahlkonsole kann eingesetzt und mit betoniert werden.
  1. Nach dem der Beton für das Setzen der Stahlkonsolen ausgetrocknet ist, kann die Montage der Holzpfosten beginnen. Kurz gesagt, das Punktfundament ist eine optimale Lösung für eine sichere Fixierung des Carports am Boden.
Das Streifenfundament Wie erstellt man ein Streifenfundament für das Carport?

Wird eine höhere Stabilität benötigt, wie das zum Beispiel bei sehr großen Carports für mehr als zwei Autos der Fall ist oder extrem robusten Ausführungen des Carports, ist das Streifenfundament ideal, damit der nötige Halt gewährleistet ist. Auch für die Erstellung des Streifenfundaments muss ein achtzig Zentimeter tiefer Graben ausgehoben werden, damit der Beton bei Frost nicht platzt.

Nach dem Sie die Fläche des Carports abgesteckt haben, wird der Boden um gut zwanzig Zentimeter abgetragen. An den Seiten an denen die tragenden Elemente positioniert werden sollen, muss noch ein weiterer Graben ausgehoben werden. Er sollte dreißig Zentimeter breit und sechzig Zentimeter tief sind. An diesen beiden Seiten wird später der Beton-Anker positioniert.

Ist die Aushebung des Bodens abgeschlossen, sollten Sie den Zustand des Bodens prüfen. Ist er bröselig und sandig, müssen beide Gruben mit Holz verschalt werden. Wer es gern praktisch hat, kann vorgefertigte Polystyrol-Schalungs-Elemente im Handel kaufen. Diese bleiben aufgrund ihrer dämmenden Funktion nach der Ausbetonierung im Boden. Ein wirklich angenehmer Nebeneffekt von Bequemlichkeit.

Wurde der vorherige Arbeitsschritt durchgeführt, muss zehn Zentimeter verdichteter Kies als Sauberkeitsschicht auf die Fläche aufgebracht werden. Die Sauberkeitsschicht wird anschließend mit PE-Folie zugedeckt. Auf die PE-Folie wiederum müssen vorher zurecht geschnittene Stahlmatten verlegt werden. Hierbei sollte man einen gewissen Abstand zum Rand und der Bewehrung einhalten.

Jetzt kann die Fläche mit Beton aufgefüllt werden. In diesem Fall ist es ratsam, fertigen Beton zu nutzen, da dieser über eine sehr gute Qualität verfügt. Planen Sie selbst, den Beton zu mischen, müssen Sie sich unbedingt an die Anweisung des Herstellers halten. Unabhängig ob Sie fertig gemischten Beton kaufen oder den Beton selbst an mischen, beim Streifenfundament muss der beton nach dem Aufbringen unbedingt zu 100% verdichtet werden. Anschließend muss der Beton nivelliert und geglättet werden.

Tipp: Der Trockenvorgang des Streifenfundaments muss unbedingt langsam vonstattengehen. Das bedeutet für Sie, dass vor allem bei warmen Wetter der Beton feucht gehalten werden muss, um die Bildung von Rissen auszuschließen.

Die Fundamentplatten Für die Befestigung eines Carports muss normalerweise keine komplette Fundamentplatte gegossen werden. Sollten die Fundamentplatten aufgrund erhöhter Anforderungen notwendig sein, funktioniert die die Erstellung ähnlich wie beim Streifenfundament.

Für das sichere Aufstellen eines Carports, damit es den nötigen Halt bekommt, ist das Punktfundament eine gute Standardlösung. Sollte das Fundament höheren Anforderungen standhalten müssen, sind Fundamentplatten oder Streifenfundamente eine wesentlich bessere Idee.