Blockbohlenhaus Schottland 58 mm Wandstärke

Die fachgerechte Isolierung des Gartenhauses

Sinnvoll oder nicht?

Das Gartenhaus ist ständig wechselnden Klima-, Witterungs- und Bodenverhältnissen ausgesetzt. Damit ein Gartenhaus auch über Jahre schön bleibt und die Baustruktur nicht beschädigt wird, muss das Gartenhaus vor schädlichen Umwelteinflüssen genauso geschützt werden, wie vor Eis, Frost, Regen, extremen Temperaturschwankungen und natürlich Luftfeuchtigkeit. Aus diesem Grund ist eine fachgerechte Isolierung des Gartenhauses unerlässlich, damit keine Feuchtigkeit von außen eindringen kann und es somit zu keinen Folgeschäden kommen kann. Dabei darf natürlich auch eine Dämmung zum Wärmeschutz nicht fehlen, um die Wahrscheinlichkeit von Schimmelbildung auszuschließen. Wärmedämmung und Isolierung sind bei Wohngebäuden Standard, doch dabei stellt sich die Frage, lohnt sich eine Dämmung und fachgerechte Isolierung auch beim Gartenhaus.

Wann lohnt sich das Dämmen und Isolieren eines Gartenhauses und wann nicht?

Gartenhäuser werden normalerweise aus Holz gefertigt und durch ein Fundament stabilisiert. Aufgrund der überlegt konzipierten Bauweise und dem behandelten Holz, kann das Gartenhaus den verschiedensten Umwelteinflüssen standhalten. Während Wärmedämmung und Isolierung im normalen Hausbau allgegenwärtig sind, kann das bei einem Gartenhaus oft anders aussehen.

Grundsätzlich ist es jedoch immer sinnvoll, ein Gartenhaus vor Frost, Kälte und Feuchtigkeit zu schützen. Ein ordentliches Fundament sorgt bereits dafür, dass das Gartenhaus vor Einflüssen des Bodens geschützt wird. Zur Ergänzung ist eine Unterlüftungskonstruktion sinnvoll, da diese eine Regulierung der Feuchtigkeit ermöglicht. Wie weit eine fachgerechte Dämmung und Isolierung des Gartenhauses notwendig ist, hängt von der Art des Gartenhauses und dem geplanten Nutzungszweck ab.

Bei einem schlichten einfachen Gartenhaus mit einfacher Ausstattung ohne Heizung, das nur als Aufbewahrungsort für Gartenwerkzeuge geplant ist, ist weder eine Wärmedämmung noch Isolierung sinnvoll. Ist das Gartenhaus als ganzjähriger Aufenthaltsort gedacht in dem man zum Beispiel seinen Hobbys nach gehen möchte, Besucher einlädt, Möbel aufbewahrt oder dort seine empfindlichen Pflanzen überwintern lassen will, dann ist eine gründliche Isolierung des Gartenhauses unerlässlich. Vor allem wenn ein Holzhaus beheizt wird, muss eine Wärmedämmung selbstverständlich sein, da es bei einem Gartenhaus aufgrund der geringen Ausstattung zu einem hohen Wärme- und Energieverlust kommt.

Wärmedämmung und Isolierung beim Gartenhaus selber machen oder doch lieber Fachbetrieb beauftragen?

Das Dämmen und Isolieren eines Gartenhauses ist nicht nur aufwendig, sondern kann auch richtig Geld kosten. Dabei ist für die Umsetzung einer funktionsfähigen Dämmung und Isolierung eine präzise und vor allem sorgfältige Arbeitsweise unerlässlich. Hochwertige Materialien für die Durchführung sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Sind Sie in diesen Arbeiten nicht 100%ig sicher oder kennen Sie sich mit der Wärmedämmung und Isolierung nicht sicher aus, ist es sinnvoller, dass Sie diese Arbeiten von einem professionellen Unternehmen durchführen lassen.

Gartenhaus isolieren – aber welche Bereiche?

  1. Der Boden: Bei der fachgerechten Isolierung des Gartenhauses müssen die Wände genauso isoliert werden, wie die Fenster, der Boden, die Türen oder das Dach. Sie sparen eine Menge Heizenergie, wenn vor allem der Boden gedämmt wird. Durch die Dämmung des Gartenhaus Bodens, wird verhindert, dass die Wärme in den Boden verschwindet. Selbst wenn die Heizung nicht aktiv läuft, besteht ein gewisses Maß an Wärmespeicherung. Die Isolier- oder Sperrschicht wird in Form von Dämmmaterial mit Holzplatten verstärkt und direkt unter dem Bodenbalken verlegt.
  2. Die Wände: Die Dämmung bei Gartenhauswänden wird zwischen Innenwand- und Außenwanddämmung unterschieden. Durch die Dämmung der Außenwände des Gartenhauses wird das Holzgebäude vor äußeren Witterungseinflüssen geschützt. Charakteristisch für die Dämmung der Gartenhaus Außenwände ist ein sogenanntes Mehrschichtdämmungssystem, das direkt auf die äußeren Wände des Holzhauses aufgebracht wird. Das Mehrschichtdämmungssystem wird entweder mit Rigips oder Holzplatten versiegelt. Beide, die Holzplatten als auch die Platten aus Rigips sind mit speziellen Mitteln imprägniert, um bei Feuchtigkeit in der Schalung die Bildung von Schimmel zu unterbinden. Damit es zu keinem Stau der Feuchtigkeit kommt, ist zwischen dem Isoliermaterial und der Schalung ein gewisser Leerraum vorhanden, damit die Luft zirkulieren kann. Die Innenwände werden nach einem ähnlichen Prinzip isoliert, mit dem Unterschied, dass zusätzlich eine Dampfbremse oder ein Dämmstoff eingelegt wird. Hierbei handelt es sich in der Regel um eine Folie aus Polyethylen, die zusätzlich noch einen Wasserdampfdiffusionswiderstand integriert hat. Der Wasserdampfdiffusionswiderstand sorgt dafür, dass sich kein problemverursachendes Kondensationswasser bilden kann.
  3. Die Fenster und Türen: Bei einem Gartenhaus sind Türen und Fenster die ersten Stellen, durch die die Wärme entweichen und Kälte und Feuchtigkeit eindringen kann. Aus diesem Grund sollten zur Isolierung und Abdichtung entweder Mehrkammerprofile direkt im Rahmen integriert oder geeignetes Dämmmaterial verwendet werden. Natürlich kann man auch mit einer Doppelverglasung für entsprechende Wärmedämmung sorgen.
  4. Das Dach: Aus physikalischen Gründen entweicht Wärme nun mal nach Oben, aus diesem Grund darf das Dach bei der Wärmedämmung und Isolierung nicht vernachlässigt werden. Standard Gartenhausdächer verfügen bereits durch die Dacheindeckung und Konstruktion über einen gewissen Feuchtigkeitsschutz. Als Wärmedämmung werden Dämmstoffe, die über eine Folie verfügen direkt zwischen den Dachbalken befestigt. Die Dämmstoffe wiederum, werden mit Feder- oder Nutbrettern bzw. Holzplatten verschalt.

Gartenhaus isolieren – welche Materialien können verwendet werden?

Für die Umsetzung einer fachgerechten Isolierung und Dämmung kommt eine Vielzahl verschiedenster Materialien infrage. Die kostengünstigste Lösung, wären Styropor oder robustes, feuchtigkeitsresistente Styrodur. Doch auch Mineralwolle (z. B. Steinwolle) ist eine erstklassige Möglichkeit zur Dämmung und Isolierung eines Gartenhauses. Mineralwolle ist nicht nur feuerfest, sondern sorgt auch für eine natürliche Luftzirkulation und Feuchtigkeitsregulierung. Definitiv vorteilhaft, denn zur Schimmelbildung wird es bei der Wahl dieses Dämmmaterials garantiert nicht kommen.

Tipp: Vor allem bei der Verwendung von natürlichen Dämmmaterialien sollten Sie auf synthetischen und chemischen Kleber verzichten. Es gibt Spezialkleber, die weder Weichmacher noch Lösungsmittel enthalten.

Wo liegen die Probleme einer mangelhaften bzw. komplett fehlenden Isolierung?

Bei einem beheizten Gartenhaus mit mangelhafter oder gar keiner vorhandenen Wärmedämmung oder/und Isolierung, steigen der Energieverbrauch und die Wärmekosten in unermessliche Höhen. Durch die Wärmebrücken kommt es zu einer Feuchtigkeitsbildung, die in Verbindung mit Wärme eine optimale Grundlage für die Schimmelbildung darstellen. Zudem kommt es durch die fehlende bzw. mangelhafte Isolierung zu Feuchtigkeit und Tauwasser, Feuchtigkeit die das Material angreifen kann. Dieser Umstand wiederum kann sich mit der Zeit zu einer Gesundheitsgefahr ernsten Gefahr für die Gesundheit entwickeln. Je weiter die Beschädigung der Bausubstanz des Gartenhauses voranschreitet, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass das Gartenhaus früher oder später abgerissen werden muss.